Das Projekt `Outlet-Center´ in Pohlheim wird nicht weiter verfolgt.

Das teilte Sebastian Sommer, Repräsentant der Betreiberfirma Neinver am 28. Juni in einer außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung mit. Wie CDU-Bürgermeister Udo Schöffmann ausführte, sei das Projekt früh am Widerstand der regionalen Kommunen gescheitert, die aus Eigeninteresse Pohlheim das Outlet-Center nicht gönnten und keine Bereitschaft zur nötigen Änderung des Regionalplans zeigten. Auch das grün geführte Wirtschafts- und Verkehrsministerium ließ die nötige Unterstützung vermissen. Dagegen reagierte die aus CDU und FW bestehende Regierungsmehrheit im Stadtparlament betroffen auf die Nachricht.
Für CDU-Fraktionsmitglied und Stadtverordnetenvorsteher Prof. Dr. Helge Stadelmann ist damit eine große Möglichkeit für Pohlheim vertan. Er dankte Sommer für die Chance, die seine Firma der Stadt geboten habe mit der Bereitschaft, 80 Millionen Euro für ein Outlet-Center mit hochwertigen Läden in einem parkähnlichen Ambiente auf einem Drittel der Gewerbefläche zu investieren. Er wünschte den Investoren Jörg Fischer und Frank Smajek eine glückliche Hand bei den weiteren Planungen zur Entwicklung der 36 ha großen Gewerbefläche.
Wie CDU-Vorsitzender Reiner Leidich kommentiert, haben viele das Zukunftsprojekt schlecht geredet. Allen voran die SPD und die Grünen, unterstützt von einer Bürgerinitiative. Bedenkenträger brächten die Stadt nicht voran. Tatsächlich hätte Pohlheim nichts Besseres passieren können, als ein Gewerbepark mit Outlet. Nun aber gelte: Ohne Outlet-Center kein Autobahnanschluss und den damit einhergehenden Entlastungsmöglichkeiten für die Ortslagen. Nach wie vor brauche Pohlheim vermehrte Einnahmen durch Gewerbesteuer, um die nötige Infrastruktur für eine wachsende Stadt entwickeln und die übrigen Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger niedrig zu halten. Deshalb sei Garbenteich-Ost bereits mit dem Aufstellungsplan vom 21.12. 2000 als Gewerbegebiet ausgewiesen worden. Doch ohne Autobahnanschluss sei Pohlheim immer wieder im Nachteil gegenüber konkurrierenden Nachbarkommunen gewesen, wenn es um die Ansiedlung von Gewerbe ging. Trotzdem werde die CDU die Ansiedlung von Unternehmen weiter entschlossen vorantreiben. Eine mögliche Verlegung der parallel zum Admonter Ring verlaufenden Landstraße durch das Gewerbegebiet wolle man dabei weiter im Auge behalten.

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