Der Fraktionsvorsitzende der CDU Matthias Jung ist verwundert über den neuesten Berichtsantrag der Sozialdemokraten in Sachen Kindergarten:

„Im Haushaltentwurf für 2019 sind Investitionen für einen Kindergartenneubau in Watzenborn-Steinberg aufgeführt. Der Bürgermeister hatte bereits über die Notwendigkeit eines Ersatz- bzw. Neubaus im größten Stadtteil berichtet. Offenbar hat die SPD nicht zugehört und auch die Antwort von Bürgermeister Schöffmann auf eine Anfrage des Stadtverordneten Gimbel in der letzten Sitzung nicht verarbeitet. Im Protokoll kann man nachlesen, dass eine Befassung der Gremien erfolge, sobald die notwendigen Vorarbeiten durch die Verwaltung erledigt seien. Der Zeitpunkt dafür sei aber noch nicht genau definierbar. Planungen dafür können erst beauftragt werden, nachdem der Haushalt im nächsten Jahr genehmigt worden ist.“

Jungs Stellvertreter Leidich ergänzt: „Unter Kenntnis dessen muss man das SPD-Ansinnen zur Vorstellung von Planungen und Details als verfrühten untauglichen Versuch bezeichnen ein Thema besetzen zu wollen, das man in der Vergangenheit ignoriert hat. Noch vor 6 Jahren hat u.a. die komplette SPD-Riege die Notwendigkeit für einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung oder einen neuen Kindergarten nicht nur in Steinberg bestritten. Gegen das Votum der CDU wurde das halbe Gelände des Kinderspielplatzes im „ Neuhöfer Weg“ meistbietend für eine Wohnbebauung verkauft. Wer heute einen Neubau in zentraler Lage in Steinberg fordert, sollte sich die eigenen Fehler in Erinnerung rufen.“

Jung fährt fort: „Wenn der Haushalt in trockenen Tüchern ist, haben alle genug Zeit die erforderlichen Schritte und Erfordernisse zu überdenken. Bis die Planungen beginnen, kann nicht nur die SPD konkrete Vorschläge für alternative Standorte machen, falls man den angedachten Standort für weniger optimal hält Es sollte nicht der Eindruck vermittelt werden ein Kindergartenneubau ginge an den Gremien vorbei. Die Stadtverordneten haben das letzte Wort in allen Angelegenheiten, angefangen von der Frage nach dem ob bis hin zur Frage wo. Wir freuen uns jedenfalls über das Vorausdenken des Bürgermeisters und der Verwaltung. Die CDU sucht nicht bei jedem Verwaltungshandeln ein Haar in der Suppe. Wer – wie die Sozialdemokraten - ständig nur meckert, macht keine glaubwürdige Politik für eine gute Zukunft.“

Der Finanzausschussvorsitzende Reinhard Peterfasst zusammen: „Bei der Kinderbetreuung wurde in den fast 4 Jahren unter der Verantwortlichkeit von Bürgermeister Schöffmann sehr viel nach vorne gebracht. In Garbenteich, Grüningen, Hausen, Holzheim und Watzenborn-Steinberg wurden über 4,2 Mio. € in Sanierung und Erweiterungen investiert. Weiterhin wurde die Wald-Kita Rocky-Hill eröffnet, sodass insgesamt über 150 neue Kindergartenplätze für die Pohlheimer Kinder geschaffen wurdem. In allen Stadtteilen gibt es mittlerweile eine Ganztagsbetreuung und überall in Pohlheim können Kinder unter 3 Jahren aufgenommen werden. Wenn jetzt ein weiterer Kindergarten in Watzenborn-Steinberg auf der Agenda steht, sollte das nicht negativ begleitet werden. Es versteht niemand, wenn die SPD in ihrem Antrag die Notwendigkeit einer Erweiterung versichert, gleichzeitig aber kritisiert, dass ihnen noch keine Detailpläne vorgelegt wurden. Wir kennen diese auch noch nicht, wissen aber der Abläufe. Am Anfang stehen die Beschlüsse, dann folgen Planungen und danach die Detailinformationen. Die SPD kann diese Abläufe auch mit Anträgen nicht auf den Kopf stellen.“

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